SONNENLICHT IST BRANDGEFÄHRLICH

Für viele Menschen gehört der Sonnenbrand einfach zum Sommer. Wie gefährlich wiederholte Sonnenbrände eigentlich sind, bedenkt dabei kaum jemand.

Der Sonnenbrand ist eine durch zuviel UV-Strahlung verursachte Entzündung der Haut. Sie zeigt sich durch eine gerötete, schmerzende, brennende und juckende Haut mit Hitzegefühl. Die Symptome beginnen 4 bis 8 Stunden nach dem Sonnenbad. In besonders schweren Fällen kommt es sogar zur Bildung von Blasen. Nach zwei bis drei Tagen beginnen die Hautzeichen abzuklingen, die Haut schält sich und bildet sich neu.

FOLGEN DES SONNENBRANDS
Viele glauben, dass ein Sonnenbrand bald wieder abgeheilt ist und keine weiteren Auswirkungen hat. Es stimmt, dass die sichtbaren Hautschäden recht bald, ohne Narben, abheilen. Würden Sie aber Ihre Haut unter dem Mikroskop betrachten, würde sich Ihnen ein dramatisches Bild offenbaren: tote oder ums Überleben kämpfende Zellen, schwer beschädigte Kollagenfasern, gelähmte Blutgefäße und allgemeines Chaos. Diese unsichtbaren Schäden in den Hautzellen können nur teilweise vom körpereigenen Reparatursystem behoben werden. Deshalb lässt jeder Sonnenbrand die Haut rascher altern, führt zu Elastizitätsverlust, Bindegewebsschäden und steigert das Risiko, irgendwann an einem Melanom, Hautkrebs, zu erkranken.

UNSICHTBARE SCHÄDEN
Das „Sammeln“ der Lichtschäden begann bereits in Ihrer Kindheit. Kinder und Jugendliche sind, da sie sich länger und häufiger als Erwachsene in der Sonne aufhalten, für einen Sonnenbrand besonders anfällig. Ihre Haut ist physiologisch noch nicht voll ausgereift und ihre Selbstschutzmechanismen sind noch nicht komplett ausgebildet. Laut Statistik entstehen drei Viertel aller schweren Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr. Mit jedem Sonnenbrand im Kindesalter steigt das Risiko, als Erwachsener irgendwann einmal an Hautkrebs zu erkranken. Gerade deshalb ist der verantwortungsvolle Umgang mit der Sonne im Kindesalter besonders wichtig. Interessanterweise sind dunkelhäutige Menschen besonders sonnenbrandgefährdet. Der Grund dafür ist einfach: Im Gegensatz zu hellhäutigen Menschen, die sich ihrer Gefährdung oft bewusst sind, gehen dunkelhäutigere Menschen oftmals viel zu sorglos mit der Sonne um.