VITAMIN D3 - DAS SONNENVITAMIN

Vitamin D ist kein Vitamin im eigentlichen Sinn. Es wirkt vielmehr wie ein Hormon im Körper. Gebildet wird es zu einem großen Teil in der Haut unter Einwirkung von UVB-Licht. Vitamin D kann nur aus Vorstufen entstehen, die teilweise vom Körper selbst gebildet und teilweise mit der Nahrung aufgenommen werden. Das Vitamin wird in der Leber und schließlich vor allem in der Niere in seine aktive Form Colecalciferol oder Calciol umgewandelt.


WELCHE FUNKTIONEN HAT VITAMIN D?
Vitamin D regelt den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel im Körper und übernimmt damit eine wichtige Rolle im Knochenbau. Es führt dazu, dass die Kalzium- und Phosphataufnahme aus dem Darm verbessert wird, erhöht die Mineralisierung des Knochens und steigert die Wiederaufnahme von Kalzium in den Nieren. So verhindert es bei Kindern Rachitis, eine Knochenerweichung und Verformung. Bei älteren Menschen beugt es Osteoporose vor. Zudem führt ein Mangel an Vitamin D zu Muskelschwäche. Ältere Menschen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung weisen ein deutlich verringertes Risiko für Stürze und Frakturen auf. Auch für Babys und Kinder, deren Knochen sich noch im Wachstum befinden, ist eine ausreichende Zufuhr an Vitamin D essentiell.
Seit einigen Jahren ist man sich in der Medizin bewusst, dass Vitamin D noch viele weitere Effekte auf unseren Körper hat. Demnach hat das Vitamin Einfluss auf unser Immunsystem und die Zellteilung. Neueste Studien zeigen uns, dass es die Körperabwehr stärkt und das Risiko für Allergien und Autoimmunerkrankungen senkt. Außerdem spielt es in der Krebsabwehr eine Rolle. Aus diesem Grund wird vermutet, dass Vitamin D weitreichende physiologische und präventive Effekte hat.

ÜBER DIE VERSORGUNG MIT VITAMIN D

Im Winter zeigen viele Österreicher einen eklatanten Mangel an Vitamin D. Aber auch im Sommer erreichen nur rund 71 % der österreichischen Kinder einen ausreichenden Vitamin D-Wert im Blut. Im Winter sind 60 % der Kinder und 50 % der Erwachsenen teils sogar stark unterversorgt. Besonders ausgeprägt sind die Mangelerscheinungen vor allem bei Senioren, die selten in die Sonne kommen. Die Aufnahme des Hormons über die Nahrung spielt in unseren Breiten eine untergeordnete Rolle. Vitamin D findet man vor allem in fetten Fischsorten wie Lachs, sowie in Käse, Leber, Eidotter oder auch in Champignons. Allerdings: Um sich über die Nahrung ausreichend mit dem Hormon  zu versorgen, müsste man Unmengen davon essen.    

Da selbstverständlich auch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln die körpereigene Vitamin D-Bildung in der Haut vermindert, empfehlen wir auch in sonnigen Zeiten die zusätzliche Einnahme von Vitamin D.