Time to Detox

Ein besonders guter Entschluss, gerade jetzt. Durch unsere Lebensweise sind wir doch fast alle heutzutage mehr oder weniger verschlackt. Viele Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass viele der sog. Zivilisationskrankheiten die Folge von falschen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sind. Wir nehmen uns zu wenig Zeit, um Mahlzeiten richtig zu kochen. Wir holen lieber schnell eine Kleinigkeit vom Bäcker oder essen zwischendurch ein Fruchtjoghurt. Viele Lebensmittel sind aber vollgepackt mit Aroma- und Zusatzstoffen. Das sind meist Stoffe, die der menschliche Organismus eigentlich weder braucht noch kennt und die er deshalb auch nicht vernünftig verarbeiten kann.

VERSCHLACKT ODER ÜBERSÄUERT?
Die Schulmedizin kennt weder Verschlackung noch Übersäuerung. In der Schulmedizin ist eine Azidose bzw. Alkalose eine akute, sogar
lebensbedrohliche Störung, die meistens durch eine Grunderkrankung ausgelöst wird. Die chronische Übersäuerung, von der wir hier schreiben, bewirkt eine Übersäuerung des Gewebes. Sie scheint für eine Reihe von Beschwerden und Krankheiten verantwortlich zu sein.

WANN SIND WIR ÜBERSÄUERT?

Es gibt viele Symptome, die auf eine Übersäuerung des Körpers hindeuten können: häufige Kopfschmerzen, Sodbrennen, schlechter Atem, Blähungen und Völlegefühl, Ekzeme, stumpfes Haar, Haarausfall, weiche und brüchige Nägel, chronische Müdigkeit gepaart mit Antriebsschwäche. Auch Stimmungsschwankungen und Gelenksbeschwerden zählen dazu.
Wenn in den Zellen und Körperflüssigkeiten ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen besteht, läuft im Körper alles normal ab. Wir brauchen ja auch Säuren z.B. im Magen, um die Nahrung aufzuschließen oder Keime abzutöten. Durch die normalen Stoffwechselvorgänge entstehen ohnehin ständig Säuren. Unser Organismus kann sie ausreichend neutralisieren und entsorgen, wenn genug basische Stoffe zur Verfügung stehen.


Die Übersäuerung wird in erster Linie durch falsche Ernährung verursacht – zu viel Fleisch, Mehlspeisen, süße Sachen, Fertiggerichte usw. Auch psychische Einflüsse wie negative Gefühle oder zu viel Stress tragen zur Übersäuerung bei. Weitere Faktoren sind zu viel Sport und natürlich auch das Rauchen. Der Körper kann über Nieren, Lunge und Haut Säuren ausscheiden. Ist die Säureflut aber über eine längere Zeitspanne zu groß, können die Säuren nicht mehr entsorgt werden. Damit der Organismus durch liegengebliebene saure Reste nicht geschädigt wird, versucht dieser als erstes die Säuren durch Wasser zu verdünnen. Als Folge davon entstehen im Körper Schwellungen und Ödeme. Für den nächsten Schritt werden Mineralstoffe aus körpereigenen Stellen wie Gefäße, Haut, Haarboden, Knochen, Knorpel, Muskeln, Nägel und Zähne zur Säureneutralisierung herangezogen. Das kann in weiterer Folge z.B. zu Haarausfall, deformierten Nägeln und Osteoporose sowie zu Gelenksentzündungen führen. Durch die Neutralisation der Säuren entstehen Salze, die sich im lockeren Bindegewebe ablagern. Das Bindegewebe hat im Zellstoffwechsel wichtige Funktionen zu erfüllen. Über das Bindegewebe gelangen Nährstoffe zu den Zellen und Abfallstoffe werden entsorgt. In ihm abgelagerte Schlacken können das Bindegewebe schwächen, bei Frauen wird das oft als Cellulite gut sichtbar. Der Körper lagert diese Salze außerdem auch in Gelenken, Arterien und Muskeln ab. Zu spüren bekommt man das dann als Arthrose, Arthritis, Gicht, Rheuma usw. Viele Beschwerden, die durch Verschlackung entstehen, sind aber ziemlich unspezifisch: allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautausschläge, Muskelschmerzen.

Wie können wir Schlacken wieder los werden?
Die wichtigste Grundlage ist eine überwiegend basische Ernährung mit viel Gemüse und Obst. Sie liefert dem Körper Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe usw. Sie alle sind ganz wichtig für die Zellerneuerung und schützen unseren Körper vor Verschlackung. So altert unser Organismus nicht vorzeitig, sondern bleibt jugendlich vital. Damit der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleibt, sollte die Ernährung bis zu ca. 70 % aus Basenbildnern und nur zu 30 % aus Säurebildnern bestehen. Das bedeutet, dass unsere
Nahrung hauptsächlich Gemüse, Kräuter, Keimlinge, Sprossen, Obst, Beeren und basisches Getreide enthalten sollte. Wichtige Fette und Öle darf man nicht vergessen, sie sind aber ohnehin neutral. Aber alle eiweißhaltigen Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Eier, Käse sowie eiweißreiche pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Brot- und Teigwaren und Produkte mit raffiniertem Zucker sind Säurebildner.